Eine Woche in Zadar, Kroatien, Teil 1

Seit eine Woche im Urlaub… Ich habe diese Gelegenheit genutzt um mir eine Auszeit zu gönnen und neue Energie zu tanken. Diesmal habe ich als Reiseziel die Stadt Zadar.Warum genau diese Stadt? Ganz zufällig, weil man von Berlin mit Ryanair ungefähr für 50 Euro dorthin fliegen kann 🙂 Sonne, Meer und leckeres Essen – mehr wollte ich diesmal nicht.

Zadar befindet sich in die kroatische Adriaküste und ist die Hauptstadt von    Norddalmatiens. Die erste schöne Überraschung waren unsere freundliche Gastgeber Albert und Irina. Die Ferienwohnung ist in unmittelbare Nähe (ca. 50 m) zum Meer und hat eine ruhige und schöne Lage. Die Wohnung haben wir auf booking.com gebucht und ich kann mit guten Gewissen es weiter empfehlen. (Apartments Boris Puntamika heiß die       Ferienwohnung).

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Ferienwohnung Borik Puntamika
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Blick aufs Meer

Unser Gastgeber hat uns vom Flughafen abgeholt und halbe Stunde lang kostenlos in Zadar ein Blitz-Tour mit Auto gemacht. Zu Hause sind wir mit hausgemachtem alkoholischem Getränk und von leckeren Cantuccinis empfangen worden.

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Zadar hat eine gemischte Geschichte: zurate waren die Römer da, Anfang des 7. Jahrhunderts hat Byzanz die Verwaltung von Dalmatien  hier verlegt. Dann kam die Herrschaft der ungarisch-kroatischen Könige. Im Jahre 1409 kaufte Venedig die ganze Dalmatien mit Zadar zusammen. Diese Phase der venezianischen Geschichte dauerte bis Ende des 18. Jahrhunderts. In dieser Periode hieß Zadar Zara…:) Danach regierte in der Stadt Österreich. Im Jahre 1919 fiel Zadar nicht an neu gegründete Jugoslawien sondern an Italien. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Zadar zu Jugoslawien.  Anfang 90er wurde Zadar von dem Rest Kroatiens abgeschnitten und konnte nur über Meer versorgt werden. Die Stadt sollte während des Zweiten Weltkriegs und des Krieges 90er Jahre viele Zerstörungen gelitten haben. Erstaunlicherweise sind die Spuren des Krieges nicht mehr zu sehen.

Hier sind paar Sachen, die mich in Zadar besonders beeindruckt haben:

Die Spuren der Geschichte: die Spuren der so einer spektakulären Geschichte sind überall zu sehen. So betritt man die Kirche Sveti Monat, die eine byzantinische Bau von Jahre 800 ist, deren Säulen aber aus einem römischen Tempel stammen.

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Kirche Sveti Donat, 9. Jahrhundert
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Steine des römischen Tempels

Es gibt zahlreiche solche Beispiele…

Öffentliche Todesanzeigen: In der Stadt hängen überall öffentliche Todesanzeigen. Habe noch nirgendwo gesehen bzw. bemerkt. Und anscheinend interessiert es die Menschen.

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Kroatische Fahne: Sehr oft sieht man die Fahne von Kroatien, alle Straßen trägen die Namen der kroatischen Schriftsteller oder Nationalhelden. Wenn man die Geschichte der Stadt Zadar ein bisschen erkundet, scheint das alles ein bisschen übertrieben zu sein.

Sprachkenntnisse der Einheimischen: Mit Deutsch oder Englisch kommt man hier sehr leicht klar. Die Sprachkenntnisse der Einheimischen sind sehr beeindruckend. Der Grund dafür ist Massentourismus, aber nicht nur. In Fernsehen laufen paar deutsch- oder englischsprachige Kanäle, die nur mit kroatischen Untertiteln übersetzt sind.  Paar Einheimische haben uns erzählt, dass sie Englisch oder Deutsch über Fernsehen gelernt haben.

Die Stadt der Echsen: Die Echsen sind überall: in der Stadt, im Strand, im Garten, in den Bergen…  Während Istanbul für mich die Stadt der Straßenkatzen ist, ist Zadar definitiv die Stadt der Echsen 🙂thumb_IMG_7334_1024.jpg

In dem nächsten Beitrag schreibe ich über meine To-do-Liste für Zadar.

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